Die richtige Entsorgung von Restöl: Warum wir es nicht vergüten, reinigen oder weitergeben

Als führendes Unternehmen für Öltankentsorgung erhalten wir regelmäßig Anfragen zu dem noch enthaltenen Restöl in den Tanks und warum wir es nicht vergüten, reinigen oder an andere weitergeben. In diesem ausführlichen Blogbeitrag möchten wir Ihnen eine detaillierte Erklärung liefern und die Gründe hinter unserer Entscheidung umfassend erläutern.

1. Verunreinigungen und mindere Qualität: Im Laufe der Zeit sammeln sich in den Öltanks Ablagerungen, Schmutz und Wasser an, die sich mit dem Restöl vermischen. Dadurch verliert das Restöl an Qualität und wird zu einer Mischung aus Schlamm und Dreck. Eine umfassende Reinigung wäre äußerst aufwendig und unwirtschaftlich, da das Öl bereits stark verunreinigt ist.

2. Mischung von Ölsorten und aufwendige Trennung: Oft handelt es sich bei dem Restöl in den Tanks um eine Mischung verschiedener Ölsorten. Um eine mögliche Wiederverwendung zu ermöglichen, müssten die einzelnen Ölsorten separat identifiziert und getrennt werden. Dieser Prozess erfordert spezialisiertes Know-how, aufwendige Laboranalysen und zusätzliche Ressourcen, die in den meisten Fällen nicht rentabel sind.

3. Qualitätsstandards und aufwändige Aufbereitung: Die meisten Anwendungen, die eine Wiederverwendung von Öl erfordern, haben spezifische Qualitätsstandards. Das Restöl in den Tanks erfüllt oft nicht diese Standards aufgrund seiner Verunreinigungen und minderen Qualität. Um das Öl für andere Zwecke nutzbar zu machen, müsste es einer aufwändigen Aufbereitung unterzogen werden, die sowohl zeit- als auch kostenaufwendig ist.

4. Umweltauswirkungen und verantwortungsvolle Entsorgung: Restöl kann potenziell schädliche Substanzen enthalten, wie beispielsweise Schwermetalle oder andere chemische Verbindungen. Bei unsachgemäßer Behandlung oder unsorgfältiger Wiederverwendung kann das Öl Boden- und Wasserverunreinigungen verursachen und die Umwelt nachhaltig schädigen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, das Restöl ordnungsgemäß zu entsorgen, um Umweltauswirkungen zu minimieren und unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrzunehmen.

5. Wirtschaftliche Aspekte und rechtliche Vorschriften: Die Entsorgung und Wiederverwendung von Öl unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften und Umweltauflagen. Die Einhaltung dieser Vorschriften erfordert zusätzliche Zertifizierungen, Genehmigungen und Kontrollen, die mit erheblichen Kosten und bürokratischem Aufwand verbunden sind. Zudem ist die Menge an Restöl in den Tanks in den meisten Fällen relativ gering. Die Kosten für die Reinigung, Aufbereitung, Lagerung und den Transport des Restöls stehen häufig nicht im Verhältnis zu der geringen Menge an Öl. Die wirtschaftliche Rentabilität einer solchen Aufbereitung wäre daher fraglich. Es ist wirtschaftlich sinnvoller, unsere Ressourcen auf die effiziente Entsorgung der Tanks selbst zu konzentrieren, anstatt sie auf die Aufbereitung einer kleinen Menge Restöl zu verwenden.

6. Fokus auf unsere Kernkompetenzen und Sicherheitsaspekte: Als führendes Unternehmen für Öltankentsorgung liegt unser Fokus auf unserer Kernkompetenz – der effizienten und umweltgerechten Entsorgung der Tanks. Die Handhabung und Aufbereitung von Restöl erfordert oft spezialisiertes Know-how, spezielle Anlagen und Sicherheitsvorkehrungen. Der Umgang mit Chemikalien, Verunreinigungen und möglichen instabilen Eigenschaften des Restöls kann Sicherheitsrisiken für unsere Mitarbeiter und die Umgebung mit sich bringen. Aus Sicherheitsgründen ist es daher oft ratsamer, das Restöl ordnungsgemäß zu entsorgen und potenzielle Risiken zu minimieren.

FAZIT: Die Entscheidung, das Restöl nicht zu vergüten, reinigen oder weiterzugeben, beruht auf einer ganzheitlichen Abwägung verschiedener Faktoren wie Verunreinigungen, Qualität, wirtschaftlicher Rentabilität, Umweltauswirkungen, rechtlichen Vorschriften und Sicherheitsaspekten. Als verantwortungsvolles Unternehmen ist es unsere oberste Priorität, eine umweltgerechte Entsorgung zu gewährleisten und unsere Ressourcen auf unsere Kernkompetenzen zu fokussieren. Durch die professionelle Entsorgung der Tanks und des Restöls tragen wir zur Minimierung der Umweltauswirkungen und zur Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Öffentlichkeit bei.

Die Heizung läuft nicht mehr, zielgenaue Anleitung für den 1a Selbstcheck

 

heizungskessel
Ölheizung auf Störung

Die Ölheizung läuft nicht, oh nein es ist kalt und der Heizkessel springt nicht an. Jetzt ist guter Rat teuer – oder kann man sich vielleicht auch selbst helfen? Diese Frage beschäftigt viele unsere Kunden und ja man kann sich auch selbst helfen.

Geschichtliche Einleitung kann auch getrost übersprungen werden 😊

Sie kennen das Problem, es beginnt mit „Schatz das Wasser wird nicht richtig warm“ und endet mit „Schatz jetzt wird es aber kalt – schau doch mal nach der Heizung“. Sie ahnen es schon mit sorgenvoller Miene gehe ich in den Keller und es leuchtet mich schon an -> die Störungslampe. Wir haben Heizungsstörung, die Brennerstörung leuchtet mich an. Ich drücke auf entstören, aber der Ölbrenner springt gleich wieder auf Störung. Super es ist natürlich Freitagabend oder wie sonst auch der 24.12. Vormittag. Man mag es kaum glauben aber das sind nach meiner Erfahrung wirklich die beliebtesten Zeiten zum Ausfallen von Heizölkesseln. Als wenn da ein Männchen drinsitzt und sagt „ich mach jetzt Feierabend und Weihnachten will ich auch feiern“. Dem Männchen ist es dabei vollkommen wurscht ob mein Heizungsbauer denn überhaupt noch erreichbar ist. Außerdem weiß ich ja wie es beim letzten Mal gelaufen ist. Ich rufen an und Meister Röhrich sagt „ja naja ggf. in 2-3 Stunden aber vielleicht auch erst morgen“. Aber ich bin glücklich überhaupt meinen Meister Röhrich zu haben, mein Nachbar hat letztens 3 Tage gewartet. Klar ich zahle selbst schon das mein Heizungsbauer ans Telefon geht und die Rechnungen die ich bekomme, da frag ich mich manchmal ob er eine neue Heizung eingebaut hat, aber was soll ich machen? Meiner Frau ist halt kalt! Da ist sie wieder die Frage kann ich da was machen?

Erste Schritte zur Fehlerdiagnose – unbedingt der Reihe nach abarbeiten!

Grundlage zum Verständnis. Die Ölheizung hat 4 Hauptkomponenten. Alle 4 müssen zusammenspielen sonst bleibts kalt. Da haben wir die Regelung, den Brenner, den Kessel mit Wasserkreislauf und die Tankanlage.

Wir schauen uns also den Brenner der Heizung an. Etwa jeder fünfte also fast keiner hat eine Betriebslampe und alle haben eine Störungslampe. Wenn die leuchtet, dann können wir den Regelungsteil komplett überspringen.

Beginnen wir mit den einfachen Sachen. Die greifen gelegentlich etwas ineinander aber sie schaffen das schon!

Grundlegend ist erstmal der Wasserkreislauf zu prüfen. An den meisten Kesseln können Sie die Kesseltemperatur ablesen. Da schauen wir erstmal nach. Wenn da irgendwas über 40° steht und auch stehen bleibt über mehr als eine Stunde, dann funktioniert zwar der Kessel an sich, aber das heiße Wasser kommt einfach nicht bei Ihnen an. Also in diesem Fall Druck prüfen. Dieser muss mind. 1,0 bar betragen. Je nach Höhe des höchsten Heizkörpers ab Straßenhöhe rechnen Sie pro Meter einfach 0,1 bar dazu. Bei hohen Häusern hören Sie aber bei 2 bar auf. Er kann auch mal höher sein, dann lassen Sie auch nichts ab, aber beim nachfüllen halten Sie sich daran. Damit läuft die Anlage vom Druck her gesehen erstmal in verträglichen sicheren Bereichen. Wenn der Druck passt und es trotzdem kalt bleibt, dann prüfen Sie die Heizkreispumpen. Sind diese an? Wenn Sie das Ohr dranhalten und die Leistungsstufe ändern, dann hört man deutlich das höhere oder tiefere rauschen des Wassers. Also Pumpe erstmal auf die höchste Leistungsstufe. Wenn es dann wieder warm wird, war nur irgendwo Luft drin. Lassen Sie es erstmal so laufen und wenn es wieder warm in der Wohnung ist, dann nehmen Sie die Leistungsstufe pro Stunde eine Stufe runter bis zur vorher eingestellten Stufe. Sollte es wieder kalt werden, dann nehmen Sie die Pumpe wieder hoch, besorgen sich aber zeitnah eine neue Pumpe. Bei Energiesparpumpen dasselbe Spiel erst auf Maximum per Hand einstellen und später wieder auf Automatik stellen. Sollte die Pumpe rauschen, aber das heiße Wasser trotzdem nicht in den Heizkörpern ankommen, dann suchen Sie den Mischer (etwa 30% aller Anlagen haben einen elektronischen Mischer verbaut). Den stellen Sie einfach auf Hand und stellen diese in die Mittelstellung. Sollte es dann leicht warm werden, dann lassen Sie ihren Mischer prüfen. Sollte die Pumpe nicht hörbar laufen, dann besorgen Sie sich ein Heizkreispumpe. Der Wechsel ist für einen geübten Heimwerker kein Problem.

DER REGELUNGSTEIL der Heizung

Ist die Heizung angeschaltet? – An unseren Heizungsanlagen sind irgendwelche Lämpchen oder Displays. Da sollte irgendwas leuchten – wenigstens irgendwas. Wenn da nichts leuchtet, dann gehen wir folgende Schritte durch.

A: Ist die Heizung auch wirklich eingeschaltet? An der Regelung gibt es ein ON/OFF Schalter. Prüfen!

B: Heizungsnotschalter prüfen – jeder Heizkessel sollte einen Heizungsnotschalter haben. Als erstes schauen wir mal, ob da nicht einer dagegen gekommen ist. Ist nichts anderes als eine Art Lichtschalter, der irgendwo beim Eingang zur Heizung hängt und den Kessel aus der Ferne abschalten lässt. Den sollten wir auch haben, so ein Notschalter hat schon vielen vor schlimmen Unfällen bewahrt. Schalter ist AN

C: Sicherungen prüfen – auf in den Sicherungskasten und schauen ob ggf. die Sicherung zum Kessel oder ein FI ausgelöst hat. Sicherungen sind drin.

Löst der FI ständig beim einschalten der Heizung aus, dann ziehen Sie den siebenpoligen Stecker vom Brenner und versuchen es noch einmal. Bleibt der FI drin ist zu 95% der Ölvorwärmer defekt. Im Brennerteil steht, wie man den brücken kann.

D: Wenn also Strom anliegt und trotzdem nichts leuchtet, dann haben wir da schon ein größeres Problem. Dann ist irgendwas mit der Regelung hin. Nun sind Sie entweder technisch versiert oder holen jemanden der es ist. NUR WER SICH MIT STROM ZUMINDEST IN DEN GRUNDLAGEN AUSKENNST SOLLTE JETZT HIER WEITERMACHEN.

E: Sicherung IN der Regelung prüfen. In ca. 70% aller Regelungen hängen kleine Feinsicherungen. Also von außen nach diesem Symbol suchen oder mal noch so einem Sicherungshalter – mit dem Flachschaubendrehen eine Viertelumdrehung nach links und schon springt eine Sicherung raus. In vielen Fällen ist die Sicherung aber gar nicht von außen wechselbar – dann also die Regelung aufschrauben. Aber nur den großen Kasten. Wenn da ein kleineres Elektronikmodul (da wo der Display dran ist) im Regelungskasten sitzt, dann lassen Sie das zu. Schauen Sie sich gut im Kasten um sind halt ein Dutzend Kabel und ggf. eine Sicherungshalterung oder eine kleine Platine mit einer Feinsicherung drauf. Feinsicherung ist ok!

F: jetzt wird’s schon problematischer. Sie können jetzt entweder jemanden suchen, wer von Elektronik Ahnung hat, oder aber Sie tauschen die komplette Regelung. Dafür wird hier bald eine Anleitung folgen. Tatsache es wird Geld kosten! Gebrauchte geprüfte Regelungen kosten etwa ab 250 Euro. Sind bei Ebay zu bekommen, achten Sie aber auf eine Rechnung und Gewährleistung und einem geprüften Händler. Klar können Sie auch eine billige schießen, aber da gibt es viele schwarze Schafe, die genau das gemacht haben und jetzt einfach sagen „wird nach Heizungswechsel nicht mehr gebraucht“, die senden Ihnen dann einfach die Kaputte, welche sie selbst gekauft hatten weiter. Problem, Sie sitzen noch ein paar Tage länger im kalten und auf den Kosten bleiben Sie auch noch sitzen. Am Ende kaufen Sie doch eine geprüfte beim Händler ab 250 Euro.

G: Die Regelung leuchtet, aber der Brenner springt nicht an.

 prüfen Sie an der Regelung, ab der STB drin ist. Suchen Sie den STB entfernen sie die Sicherungskappe und drücken ihn rein. Bei einigen ist es nur ein kleines Loch, dann mit einem Zahnstocher oder einer Kugelschreibermiene reindrücken. Wenn es klack macht, dann haben wir schon den Fehler. Wenn nicht weiter:

H: kommt überhaupt Strom am Brenner an. Wir schauen uns also den Brenner an. Leuchtet irgendwas, dann liegt der Fehler nicht an der Regelung. Wenn nichts zu erkennen ist, dann prüfen Sie ob Strom am Brenner anliegt. Dafür ziehen Sie den 7 poligen Stecker ab und prüfen mit einem Phasenprüfer, ob da an einem der 7 Anschlüsse irgendwo Strom anliegt. Liegt kein Strom an, stellen Sie die Regelung auf die Werkseinstellung zurück. (siehe Bedienungsanleitung) Wenn das nicht hilft suchen Sie sich technisch versierte Hilfe. Ggf. ist Ihre Regelung der Heizung defekt. ein Komplettaustausch hilft da natürlich auch. Sollten Sie also eine da haben, dann tauschen Sie die Regelung.

REGELUNGSTEIL ENDE – AN DEN BRENNER der Heizung

Aber erstmal zur Tankanlage! Haben wir genug Öl drin? Sind da nur noch 10-15 cm, dann ist es einfach alle. Die Tanks werden nicht bis ganz unten leer gezogen, weil sich dort die Schlammphase absetzen soll. Ist der Ölstand mehr als 20 cm dann weiter. Wir schauen mal zum Ölfilter ob da Öl drin ist. Wir finden den Ölfilter indem wir die zwei Schläuche vom Ölbrenner verfolgen. Die hängen beide an dem Filter mit dem Schauglas drunter. Ist der nur zur Hälfte gefüllt, muss das nicht zwingend ein Problem sein! Ist nur noch ein kleiner Schluck drin oder gar leer, dann wieder zur Tankanlage. Da wo das Rohr von der Tankanlage zum Kessel geht, ist ein Hebel. Üblicherweise ist da ein dünnes Drahtseil dran. Legen Sie den Hebel einmal um. Üblicherweise muss er nach oben stehen. Ganz selten ist es auch seitlich. Der Hebel bewegt einen Stift, welcher nach draußen gezogen werden muss. Wenn Sie genau hinsehen finden Sie die richtige Position. Sollte dieser ausgelöst haben, dann ist der Fehler klar. Wenn nicht dann können Sie die Tankanlage testweise auch umgehen. Nehmen Sie einen 20l Kanister mit Diesel von der Tankstelle (Heizöl geht natürlich auch). Schließen Sie den Ölfilter (da ist oben ein Abstellrädchen dran). Schrauben wir die beiden Schläuche vom Brenner ab und stecken beide in den Kanister, aber achten Sie darauf, dass wenn wir mal alles wieder zurückbauen wollen, der richtige Schlauch an die richtige Stelle vom Filter zurückkommt. Falschrum funktioniert es nicht! Also Schläuche markieren oder aufschreiben. Häufig sind es unterschiedliche Farben und aufschreiben, welcher an welchem der beiden Anschlüsse vom Filter war! Fotos helfen da auch ungemein 😉

 

Ok wir haben also Strom am Ölbrenner, die Regelung hat also gemerkt das es kalt ist und den Brenner mit Strom versorgt. Wir haben Öl im Schauglas oder wir haben bereits unseren Reservekanister daneben gebaut und die Schläuche vom Brenner sind drin. Wir haben also auch sicher Öl an der Heizung. Wir haben einen leuchtenden Knopf, dann drücken wir da erstmal drauf. Es macht klick und der Brenner sollte versuchen anzuspringen. Es leuchtet nichts, wir sind uns aber absolut sicher, dass Strom anliegt, dann ist unser Ölvorwärmer oder der Luftklappenmotor ausgestiegen.

Jetzt brauchen wir etwas Heimwerkergeschick. Ich will in Zukunft mal noch den Service und Aufbau von Ölbrennern verschiedener Hersteller beschreiben. Da das aber noch nicht erfolgt ist müssen Sie selbst mal sehen, wie sie die beschriebenen Komponenten erkennen.

Wenn die Störungslampe NICHT leuchtet (sollte die Lampe leuchten überspringen Sie den Teil Ölvorwärmer und Luftklappenmotor):

Ölvorwärmer (nur wenn die Störlampe NICHT an ist oder an geht):

Der Ölvorwärmer hat die Aufgabe das Öl zum Starten vorzubereiten. Das ist zwar schön und macht den Start leichter und schont auch die Umwelt, weil beim starten bereits ideale Verbrennungsbedingungen für das Öl vorherschein, aber wirklich brauchen tun wir den erstmal nicht. Manche Ölkessel erkennen den Fehler selbst und übergehen dann die Vorwärmphase, aber bei uns ist es ja kalt, der Kessel hat es also nicht gemerkt. Also wir prüfen den Ölvorwärmer. Dafür nehmen wir die Haube vom Ölbrenner, dann ziehen wir den Ölbrenner aus dem Flammrohr. Achtung wir ziehen nicht das Flammrohr aus dem Kessel. Meist sind es 3-5 Schrauben die um den Brenner verteilt sind. Da kommt dann der Düsenstock zum Vorschein. Ganz vorn sitzt die Düse. Die ist im Ölvorwärmer eingeschraubt. Wir fassen den mal an. Wird er warm? Wenn ja, dann klopfen wir mal etwas dagegen. Seien Sie immer in der Lage den Kessel schnell abzuschalten oder den 7 poligen Stecker abzuziehen. OK nichts passiert, dass Ding ist kalt und es leuchtet keine Störungslampe und das auch die nächsten 3 Minuten nicht und wird auch nicht warm, dann ist der vermutlich hin. Der Ölvorwärmer soll nur das Öl vorwärmen und melden, wenn er warm genug ist. Die meisten Ölvorwärmer sind mit einem 4 poligen Stecker angeschlossen – den können wir Brücken – die anderen nicht! Da hilft dann nur der Austausch. Achtung wir spielen an Strom also Heizungsnotschalter oder Sicherung aus! Nehmen Sie einen isolierten Draht (gut macht sich einfach eine Litze aus einem Stromkabel 1,5m²) und stecken Sie eine Seite in den schwarzen und eine in den braunen. Wir wollen den einfach nur überbrücken. Wir sagen also der Regelung am Brenner (Feuerungsautomat) das Öl ist warm. Prüfen Sie das unsere gebastelte Brücke nicht irgendwo anders Kontakt hat. Etwas Isolierband kann da auch helfen und bauen Sie den Brenner wieder zusammen. Strom wieder an. Jetzt gibt es am Brenner keine Vorwärmzeit mehr. War es der Fehler, dann springt die Heizung nach den hochfahren der Regelung direkt an. Der Brenner sollte loslegen und eine Flamme erzeugen. Ist das nicht der Fall, dann war es nicht der Ölvorwärmer, wir können es also zurückbasteln.

Luftklappenmotor (nur wenn die Störlampe NICHT an ist oder an geht)

Etwa 20 % aller Ölbrenner sind mit einer motorisierten Luftklappe ausgerüstet. Wir schauen also mal, ob wir das Ding bei uns finden. Die motorisierte Luftklappe soll das auskühlen des Kessels durch den Brenner vermeiden indem diese beim heißen Kessel zu fährt und damit den Luftzug zwischen Heizungsraum und Schornstein verhindert. Wenn die nicht aufgeht, weil der Motor kaputt ist, dann geht auch der Brenner nicht an. Da ist ein Endschalter und erst wenn der zuschaltet, dann geht’s der Brenner in Betrieb. In den meisten Fällen heißt das Ding SA 1-F. Da ist ein roter Anzeiger drauf, und der muss auf geöffnet stehen. Wenn der zu ist, dann geht hier nichts los. Also den mit etwas Gefühl mal auf offen drehen. Sollte der offen sein, dann haben wir bereits den Ölvorwärmer und den Luftklappenmotor ausgeschlossen. Wenn Ihr Brenner noch immer keine Störung anzeigt dann bekommt er entweder keinen Strom oder der Feuerungsautomat am Brenner (da wo die Störungslampe dran ist) der ist kaputt und kann einfach den Fehler nicht erkennen bzw. den Brenner nicht richtig steuern. Den sollten wir in diesem Fall tauschen. Bei Satronic und Honeywell ist eine Schraube in der Mitte, die dreht am auf und zieht den Feuerungsautomaten vom Sockel. Bei der L&G bzw. Danfoss ist an gegenüberliegenden Stellen eine Lasche. Dort ist eine Feder drin, welche man mit einem flachen Schraubendreher ausklicken kann. Dabei zieht man zärtlich am Feuerungsautomaten. Hat man die Feder erwischt, dann löst er sich vom Sockel und man klickt die gegenüberliegende Feder aus. Den neuen steckt man einfach auf. Nun sollte es wieder gehen. Sollte der Weg nicht geholfen haben, dann hilft nur noch ein Ersatzbrenner oder ein Fachmann.

 

Die Störungslampe leuchtet rot:

Drücken Sie die Störungslampe rein macht es kurz klick. Lassen Sie diese wieder los. Bei manchen macht es nicht klick, dann halten Sie den Knopf ca. 2 sec lang gedrückt. Entweder ist die Lampe aus oder grün leuchtend.

Bis zu 3 Minuten kann erstmal nichts passieren. Der Ölvorwärmer braucht seine Zeit um das Öl vorzuwärmen.

Nichts passiert, die Störungslampe geht nach kurzer Zeit wieder rot an

Sollte ohne ein Geräusch die Störungslampe wieder auf rot springen, so ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Gebläse Motor defekt oder die Ölpumpe fest. Öffnen Sie den Brenner und drehen Sie am Gebläserad. Lässt es sich relativ leicht drehen, dann ist der Motor hin. Sollte es an einer Stelle einen schweren Wiederstand geben, dann ist die Ölpumpe nicht ok.  Lässt es sich gar nicht oder nur sehr schwer drehen, dann bauen wir die Ölpumpe ab. Die hängt auf der anderen Seite des Motors, man erkennt Sie sehr gut an den 2 Heizölschläuchen die aus dem Brenner führen, die sind an der Ölpumpe (es gibt wenige Modelle, wo die Ölpumpe nicht am Gebläsemotor sitzt sondern einen eigenen Motor hat, in diesem Fall ist der Schritt zu überspringen). Die Ölpumpe ist mit 3 Madenschrauben am Motor fixiert. Diese lösen und die Pumpe aus dem Motor ziehen. Das Röhrchen an der Pumpe macht das eigentlich problemlos mit, ohne dass man diese lösen muss. Ist der Wiederstand zu groß, dann lösen Sie das Rohr. Lässt sich das Gebläserad jetzt leicht drehen, dann ist die Ölpumpe fest. Drehen wir das Rad ein paarmal um die eigene Achse dann bauen wir alle wieder zusammen und versuchen unser Glück noch einmal. Alles zusammensetzen und Störungslampe entstören.

Der Gebläsemotor läuft, aber kurz danach geht die Störungslampe an.

Wenn der Gebläsemotor an geht, dann schauen wir mal in den Kessel. Üblicherweise gibt es da eine kleine Öffnung, welche mit einer Klappe geschlossen ist knapp über dem Brenner. Eine kleine Schraube fixiert diese häufig. Wenn Sie keine Klappe haben, dann öffnen Sie nur einen Spalt die Kesseltür, so dass Flammrohr sehen können. Achtung Leuchten Sie nicht in den Kessel oder Brenner, sonst geht es nicht. Entstören Sie den Brenner.

Die Flamme geht kurz an, aber die Störungslampe geht trotzdem wieder an.
Der Lichtsensor:

Kommt eine Flamme und geht diese einfach wieder aus und der Brenner auf Störung, so ist entweder der Lichtsensor defekt oder verdreckt oder der Feuerungsautomat kann das Signal vom Lichtsensor nicht interpretieren. Schließen Sie alles wieder ziehen Sie den Lichtsensor raus, reinigen Sie das Glas mit einem weichen Tuch und versuchen Sie es erneut. Wenn es wieder nicht geht, der Brenner aber definitiv kurz anspringt versuchen Sie folgendes. Ziehen Sie den Lichtsensor raus, halten Sie diesen verschlossen in der Hand, er darf kein Licht abbekommen. Starten Sie den Brenner und sobald der Brenner eine Flamme hat, dann öffnen sie die Hand und leuchten Sie mit einer Taschenlampe direkt an den Sensor. Bleibt der Brenner jetzt an, dann reinigen Sie nochmal den Lichtsensor und versuchen Sie es erneut. Sollte es wieder nicht gehen, dann ist der Lichtsensor oder der Feuerungsautomat defekt. Ich empfehle beide Teile zu kaufen und zu tauschen. Danach wird der Brenner wieder laufen. Sie können es natürlich auch erst nur mit dem Lichtsensor versuchen und sollte das nicht gehen, dann tauschen sie auch den Feuerungsautomat. Kommt halt darauf an ob Sie Teile dahaben oder wie schnell es wieder warm werden soll.

Die Flamme geht auch nicht kurz an.

Öffnen Sie die Kesseltür und ziehen Sie das Kabel vom Lichtsensor raus. Sollte das Kabel ohne Steckverbindung sein, dann ziehen Sie den Lichtsensor aus dem Brenner und verdecken diesen mit einem schwarzen Tuch. Die Dinger sind recht lichtempfindlich und die dürfen kein Licht sehen bei diesem Versuch! Also machen Sie es auch nicht zu hell. In der Hand halten geht auch, da hat man dann aber halt nur noch eine Hand zum arbeiten. Entstören Sie den Brenner. Wir prüfen jetzt mehrere Sachen gleichzeitig, die Dinge können zeitlich versetzt passieren, müssen aber alle passieren, bevor die Störungslampe wieder leuchtet. Sie können den Versuch mehrfach wiederholen. Erstens haben wir einen Zündfunken. 2mm über der Düse sitzen zwei Drähte, berühren Sie diese nie wenn Strom am Brenner anliegt. Zwischen den Drähten muss ein deutlicher Zündfunke zu sehen sein. Sehen Sie nichts, dann haben wir den Fehler gefunden und wir machen weiter beim Abschnitt Zündtravo. Wir prüfen weiter – spritzt deutlich sichtbar Öl aus der Düse? Wenn nicht machen wir weiter beim Thema Ölpumpe/Magnetventil/Düse. Kommt eine Flamme? Wenn jetzt eine Flamme kommt, schließen Sie die Tür und wiederholen Sie den Abschnitt Lichtsensor.

Und wieder Störung – der Zündtravo

Achtung berühren Sie die Zündelektroden nur, wenn Sie sicher sind, dass kein Strom anliegt!

Wir haben also erkannt, dass wir keinen Zündfunken haben. Öffnen Sie den Brenner, so dass Sie die Düsenstock sehen können. Über der Düse sitzen die 2 Zündelektroden. Diese sollten etwa einen Abstand von 2 mm zur Düsenspitze haben und etwa 2 mm voneinander. Es gibt einige wenige Zündelektroden, wo der Abstand größer ist, die sind aber dann so dick, dass man diese nicht biegen kann. Prüfen Sie die Abstände. Es kommt nicht auf den absoluten Wert an, aber irgendwo in Rahmen von 2-4mm sollte es schon liegen. Bevorzugen wir den Abstand von 2 mm. Sind die Zündelektroden abgebrannt also einfach zu kurz, dann wechseln Sie diese. Sind an den Beiden Elektroden die Kabel fest angeschlossen. Ziehen Sie die Kabel einmal ab und stecken Sie diese wieder an. Die Abstände passen und die Kabel sitzen, dann folgen Sie den 2 Kabeln nach außen, die enden im Zündtravo. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dieser defekt. Tauschen Sie diesen aus und wechseln Sie auch gleich den Feuerungsautomaten mit. Es kann auch der Feuerungsautomat defekt sein, wenn dieser keinen Strom zum Zündtravo schickt.

Und immer noch Störung – Die Ölzufuhr – Ölpumpe/Magnetventil/Düse

Es kommt also kein Öl aus der Düse? Schrauben Sie die Düse raus. Dafür öffnen Sie den Brenner, lösen die Stauscheiben mit den Zündelektroden, ziehen Sie diese vom Düsenstock. Dann können wir die Öldüse rausschrauben. Die sitzt vermutlich recht fest, halten sie am Ölvorwärmer gut gegen. Auf der Rückseite der Düse ist ein Filtersieb. Wenn dieses schwarz ist, dann wechseln Sie die Düse. Durchblasen geht nicht, die Pumpe arbeitet mit um die 10 bar. Ok die Düse ist also ok. Jetzt suchen wir das Magnetventil: schauen wir und das Rohr von der Ölpumpe zum Düsenstück an. Ist da ein kleines Kästchen dazwischen mit einem Kabel dran? Wenn nicht schauen wir auf die Ölpumpe. Auf der gegenüberliegenden Seite wo die Schläuche reingehen, ist da ein kleiner viereckiger Kasten mit einem Kabel dran? Wenn beides nicht der Fall ist, dann ist das Magnetventil im Düsenstock und wir können es nicht direkt prüfen. Bei den meisten Brennern finden wir aber das Ventil. Wieder versuchen wir zu starten und hören sehr genau auf das Magnetventil. Macht es während des Startversuches ein leichtes „klack“? Wenn nicht, dann prüfen wir mal den Sitz des Kabels und versuchen es erneut. Dabei schlagen wir LEICHT mit einem KLEINEN Hämmerchen oder Schraubenschlüssel immer gegen das Ventil. Startet der Brenner dann haben wir den Übeltäter. Wenn Sie nichts hören und es nicht funktioniert, dann schrauben Sie das Ölröhrchen vom Düsenstock und halten es in einen Eimer. Versuchen sie es erneut. Dort muss ein wirklich starker feiner Ölstrahl rausschießen. Ist das der Fall, dann bauen Sie es wieder zusammen und wechseln Sie die Düse. Hilft das nicht, dann müssen wir den Düsenstock mit dem Ölvorwärmer erneuern. Dann ist dieser zugesetzt. Ok es kommt kein Öl aus dem Röhrchen. Nehmen wir die Ölpumpe vom Gebläse. Da drin sitzt eine Plastekupplung, welche die Welle der Pumpe mit dem Motor verbindet. Ist diese verschlissen, dann dreht die Pumpe nicht mit. Ersetzen wir also die Kupplung. Immer noch kein Öl? Lösen wir das Röhrchen direkt an der Ölpumpe und versuchen es erneut. Da kommt auch kein Öl oder es läuft nur schwach, dann ist die Ölpumpe hin oder sollte das Magnetventil drauf sitzen, dann ist dieses ggf. defekt. Wechseln wir die Ölpumpe und den Feuerungsautomat, denn ggf. schaltet der einfach keinen Strom aufs Magnetventil. Man muss beachten, dass die Kesselleistung mit dem Pumpendruck eingestellt wird. Die neue Pumpe wird vermutlich erstmal den Brenner starten, aber er sollte neu eingemessen werden.

Und immer noch Störung – der Feuerungsautomat

Obwohl wir diesen ja nun schon ein paarmal verdächtigt haben und prophylaktisch auch schon ein paarmal getauscht haben sollten, so sollte er jetzt auf jedenfalls mal dran sein. Denn wir haben eigentlich alle anderen Fehler ausgeschlossen. Also wechseln wir den Feuerungsautomat. Das ist das Herzstück des Brenners, in den meisten Fällen aber gar nicht so teuer. Da drin wird der Startablauf gesteuert und geprüft ob eine Flamme vorhanden ist. Ist das ganze Programm durchgespielt und keine Flamme da, dann kommt halt die berühmte Störungslampe. Wenn das auch nicht klappt, dann holen Sie sich einen Fachmann oder wechseln Sie den Brenner im Ganzen aus.

 

Geschrieben vom Inhaber der Öltankentsorgungsfirma René Fischer

Wir hoffen Ihnen hat die Anleitung geholfen und Ihre Heizung läuft wieder!

 

Öltankentsorgung richtig angehen, Fachbetrieb als beste Lösung

vor der Entsorgung
Öltankentsorgung vorher
nach der Entsorgung
Öltankentsorgung danach

In diesen Blog erkläre ich Ihnen, wie eine Öltankentsorgung funktioniert, was zu beachten gilt, welche Voraussetzung und Gesetze eingehalten werden müssen und für welche weiteren Grundlagen eine fachmännische Entsorgung nötig ist.

Aber wie funktioniert jetzt eine Öltankentsorgung?

 

Als allererstes sollten Sie sich bei verschiedenen zertifizierten Öltankentsorgern, wie z.B. unsere Firma ein Angebot einholen. Nachdem Sie sich ein Angebot eingeholt haben, entscheiden Sie sich bitte für das Fachunternehmen, bei welchen die Zertifizierung auch stimmt.

Nicht jedes Unternehmen, welches nach WHG zertifiziert ist, hat auch gleichzeitig die Berechtigung zur Stilllegung von Heizölverbraucheranlagen, diese muss explizit auf dem Zertifikat mit ausgewiesen sein.

Eine Öltankentsorgung kostet Geld, bei dem einen weniger, bei dem andern mehr. Wichtig für die Entscheidung ist die Zertifizierung des Betriebes.

Es stimmt, es finden sich immer Abnehmer für Ihre alte Öltankanlage. Aber nicht jeder darf Ihnen dieses Stilllegen und dieses Bescheinigen. Gerade für die untere Wasserbehörde oder BAFA-Förderung (dazu mehr weiter unten) ist ein zertifizierter Fachbetrieb vonnöten.

Voraussetzungen, Gesetze und was zu beachten ist.

Eine wirkliche Voraussetzung bei der Öltankentsorgung gibt es nicht, dafür aber umso mehr Regelungen, Gesetze und Dinge, die zu beachten sind.

 In einigen Bundesländern, wie auch in Sachsen-Anhalt, gab es die Fachbetriebspflicht erst ab 10.000 l. Das Gesetz AwSV hat diesen Lückenteppich geschlossen und sorgt für einen einheitlichen Standard. Seit der Verordnung sind alle Anlagen über 1000 Liter fachbetriebspflichtig, dabei zählt nicht das Volumen des einzelnen Tanks, sondern das der Anlage. Sie dürfen die Anlage zwar von außen putzen, aber alle anderen Tätigkeiten nicht ausführen.

Ganz wichtig zu beachten ist auch, ob Sie in einem Wasserschutzgebiet wohnen, denn Heizöl ist ein wassergefährdender Stoff, allein 1 Tropfen reicht aus um ca. 600l Wasser zu verunreinigen.

Öltanks selber entsorgen? Darf ich das?

Sie können Ihre Anlage zwar selbst entsorgen oder umnutzen, müssen diese dann aber vorher von einem zertifizierten Fachbetrieb stilllegen lassen. Dieser entfernt dann alle Ölreste mit einem speziellen Reinigungsverfahren. Grundsätzlich steht einer Umnutzung der Tanks dann nichts im Weg. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass wenn man Regenwasser in den Tanks lagert, dieses dennoch immer etwas nach Öl riecht. Auch viele Installateure betriebe, sind sich der neuen Gesetzeslage nicht klar und bieten Ihre Tätigkeiten zum Thema Öltankentsorgung an.

Abmeldung bei der unteren Wasserbehörde

Die Wasserbehörde obliegt in Deutschland dem Vollzug des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes, der Wassergesetze der Länder und den erlassenen Rechtsverordnungen dieser Gesetze.

In der Regel sind alle Tankanlagen ab eines Gesamtvolumens von 1000l, zu beachten nicht das Volumen des einzelnen Tanks zählt, bei der unteren Wasserbehörde gemeldet.

Eine Stilllegung und Abmeldung bei der Behörde darf nur durch einen zertifizierten Fachbetrieb nach WHG / AwsV durchgeführt werden.

BAFA und die BAFA-Förderung bei Heizungsumstellung

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll, sowie für Contractoren, die Leistungen im Auftrag eines Dritten erbringen.

Nicht antragsberechtigt sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen, sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen.

Kurzübersicht aller Änderungen der BEG-Reform ab 2022

Die Änderungen treten sehr kurzfristig und stufenweise in Kraft:

  • Ab dem 28. Juli 2022 gelten neue Förderbedingungen bei Komplettsanierungen. (umgesetzt von der KfW)
  • Ab dem 15. August 2022 greifen neue Förderbedingungen bei Einzelmaßnahmen der Sanierung. (umgesetzt vom BAFA)

BEG-Reform 2022 – alle Änderungen auf einen Blick

  • keine Förderung für Gasheizungen mehr
  • dafür neuer Austauschbonus für Gasheizungen (weiterhin gibt es einen Austauschbonus für Ölheizung, Kohleheizung und Nachtspeicheröfen)
  • gekürzte Fördersätze bei allen Maßnahmen
  • drastische Kürzung der Förderung bei Biomasse-Heizungen
  • keine Kredite mehr für Einzelmaßnahmen
  • kein iSFP-Bonus mehr beim Heizungstausch
  • kein iSFP-Bonus mehr bei der Effizienzhaus-Sanierung
  • keine Zuschüsse für Effizienzhaus-Sanierungen (nur noch Kreditförderung analog Neubau)
  • das Effizienzhaus 100 entfällt

Richtig heizen in Deutschland, geht das? Meine eigene Meinung garantiert zu 100%.

Heizen, mein persönlicher Blog

Sie wollen wissen, wie man richtig heizen kann und sind gerade dabei, Ihre Heizung umzustellen? Sie sind sich unschlüssig, welche Heizart es werden soll?

In diesem Blog teile ich Ihnen mein Wissen mit Ihnen und gebe Ihnen eine Antwort, die Ihnen die Entscheidung zwar nicht abnimmt, aber bei der Überlegung der Heizart etwas hilft. 

In Kurzform wäre die vielleicht einfachste Antwort, welche aber leider nicht hilft: richtig heizen kann man in Deutschland nicht!

Es gibt viele verschiedene Ansätze und alle haben Ihre Vor- und Nachteile. In diesem Blog möchte ich euch diese klar gegenüberstellen und ich gebe selbst noch ein Fazit zu jeder Variante ab. Am Ende sollte jeder in der Lage sein, das „richtige“ Heizsystem für sich zu finden.

Mein Wissen kommt in erster Linie aus meiner Ausbildung im Bereich Sanitär/Heizung, mit 30 Jahren Berufserfahrung und aus meinem Besitzstand von Häusern, in welchen ich ein Großteil der Heizsysteme mal ausprobiert habe und meine Erfahrung hier teile. Der Vorteil für Sie, ich will Ihnen nichts verkaufen und deshalb können Sie sich hier ein Bild machen, ohne im Hinterkopf zu haben, dass ich hier Geld verdienen will.

Aber ich gebe hier meine Meinung bekannt und das ist eben nur meine, mir ist bekannt, dass es auch viele andere Meinungen zu diesem Thema gibt. Man kann darüber diskutieren und vermutlich viele Abende füllen. Aber hier gibt es zumindest viel Hintergrundwissen. Auch erwähne ich den Umweltfaktor, welchen wir nicht ganz außer Acht lassen wollen.

Fassen wir erstmal zusammen, welche Hauptheizsysteme es gibt:

Ölheizung / Gasheizung / Flüssiggasheizung / Pelletheizung / Festbrennstoff (Scheitholz / Kohle) / Wärmepumpen und noch ein paar Exoten – Stromheizung Geothermie Solarthermie Wasserstoff Langzeitspeicherheizung Nahwärme und Fernwärme

Ja, da haben wir uns was vorgenommen, das wird also hier etwas länger mit dem Lesen dauern. Nebenbei gehe ich auch etwas auf die Kosten ein. Dabei gehen wir mal grundsätzlich davon aus, dass es sich um ein Einfamilienhaus mit 150 m² handelt und dass es rein um das Heizen mit einer der Heizarten geht. Kosten für die Wärmeverteilung lassen wir da mal außer Acht. Außer bei den Exoten, da macht das nicht viel Sinn.

Des Weiteren sind wir Ihr Fachansprechpartner, wenn Sie von der Heizart Ölheizung auf eine andere Heizart umstellen und Ihre Öltankanlage fachmännisch entsorgt werden muss.

Heizen, aber wie? Hier meine Erfahrungswerte für die Heizsysteme.

Anschaffungskosten neu ab 2000 Euro gut gebraucht ab 500 Euro zuzüglich der Kosten für den Gasanschluss (700-3000 Euro, da muss man einfach mal nachfragen, die sind regional sehr unterschiedlich und häufig gibt es Anschlussprämien).

Vorteile:

Zuverlässige, sichere und ausgereifte Technik

Geringer Wartungsaufwand – der Schornsteinfeger kommt alle 2 Jahre, hat aber am Schornstein nichts zu tun. Der überwacht eigentlich nur die Messwerte.

Geringer Platzbedarf – ist nur eine kleine Kiste an der Wand mit ein paar Rohren dran.

Vermieter haben es hier am einfachsten. Jede Wohnung ein Zähler und eine eigene Therme. Die Kosten für den Schornsteinfeger umgelegt und um die Brennstoffkosten müssen sich die Mieter selber kümmern.

Nachteile:

Gasanschluss erforderlich – das erzeugt Anschlusskosten

Es besteht nicht die Möglichkeit, einen Brennstoffvorrat zu kaufen, wenn es gerade günstig ist.

Umwelt – auch hier ist es wie beim Öl ein fossiler Brennstoff und wie ich bereits erwähnte macht das auf Dauer die Luft einfach nur schlechter. Das Gasnetz hat den Vorteil, dass man es THEORETISCH auch mit aus Strom erzeugtem Gas aus erneuerbaren Energien speisen kann. Das ist aber aktuell mehr ein Traum, weil die Anlagen keinen wirklichen Gewinn bringen und in unserer Wirtschaft das dann nicht ernsthaft umgesetzt wird.

Fazit: Eine Gasheizung ist eine schöne Sache, wenn man einen Gasanschluss hat und einen monatlichen Abschlag bevorzugt, dann ist man hier schon mal nicht schlecht beraten. Die Anlage macht keine Arbeit und braucht nicht viel Platz, aber auch hier kann keiner sagen, wo die Preisentwicklung hingeht. Meine Erfahrung ist, dass eine Wartung an einer Gasheizung mehr kaputt als ganz macht. Lassen Sie die Heizung einfach Ihre Arbeit machen. Sollte diese tatsächlich nach ein paar Jahren mal auf Störung gehen, dann können Sie immer noch eine Wartung machen lassen, aber vermutlich liegt es dann nicht daran, dass die Wartung fehlte, sondern daran, dass irgendein Teil seinen Dienst quittiert hat.

Anschaffungskosten ab 6500 Euro gut gebraucht ab 2000 Euro bei hohem Wartungs und Bedienaufwand / vollautomatisch sind wir schnell mal bei 20000 Euro Anschaffungskosten.

Vorteile:

Unabhängige von Lieferanten und Rohstoffpreise sind relativ stabil, wobei es dennoch auch teurer mit der Zeit wird. Man kann die Pellets aber kaufen, wenn diese günstig sind.

Umwelt – theoretisch wird hier die Luft nicht schlechter, da nur CO₂ freigesetzt wird, was kurz vorher von einer Pflanze gebunden wurde (nachwachsender Rohstoff). Allerdings muss die Anlage auch richtig eingestellt sein und das auf Dauer. Sonst wird es schnell ein Qualmbolzen und das ist dann natürlich nicht so gut. Erzeugt dann viele Giftstoffe und Feinstaub. Da muss man also immer ein Auge draufhaben.

Nachteile:

Pellets halten sich nicht ewig. Feuchte Keller können schnell mal den Brennstoff unbrauchbar machen.

Hoher Wartungsaufwand

Ein Raum muss als Pellet Lager herhalten. Der Platzbedarf des Kessels mit dazugehörigem Pufferspeicher ist auch nicht ohne. Auch müssen die Pellets über Förderschnecken zum Kessel kommen. Das ist schon recht aufwändig und kostet ordentlich Geld in der Anschaffung.

Vermieter müssen wie bei Öl in Vorleistung der Brennstoffkosten gehen und sich nachher mit einer Abrechnung an die Mieter wenden

Fazit: Wenn Sie keinen Raum für ein Pellet Lager haben, dann fällt das schon mal aus. Ich persönlich habe auch schlechte Erfahrung gemacht. Der Wartungsaufwand ist schon recht hoch. Die Rohstoffe kommen zwar aus heimischer Produktion und fallen auch als Nebenprodukt bei der Holzindustrie an, sind in Deutschland aber vergleichsweise teuer. Was mir auch Sorgen macht, wenn wir alle auf Pellet umsteigen, dann muss das Holz ja trotzdem erstmal nachwachsen. Je mehr also Pellets benötigt werden, um so schneller wird auch der Preis steigen. Ich bin nun wirklich kein „Öko“, aber wenn der Waldbestand im Ausland abgeholzt wird, um bei uns den Pellets bedarf günstig zu decken, dann fällt das früher oder später auch wieder uns auf die Füße.

Anschaffungskosten neu ab 2500 Euro gut gebraucht ab 500 Euro zuzüglich des Tanks. Den kann man Mieten oder Kaufen. Ein eigener Tank sorgt für geringere Brennstoffkosten, kostet dafür aber regelmäßig TüV und alle 10 Jahre eine Hauptuntersuchung, die mal um die 500 Euro kostet.

Vorteile sind wie bei der Gasheizung

Zuverlässige, sichere und ausgereifte Technik

Geringer Wartungsaufwand – der Schornsteinfeger kommt alle 2 Jahre, hat aber am Schornstein nichts zu tun. Der überwacht eigentlich nur die Messwerte.

Geringer Platzbedarf – ist nur eine kleine Kiste an der Wand mit ein paar Rohren dran.

Brennstoff kann man kaufen, wenn es günstig ist. Obwohl Flüssiggas vergleichsweise immer etwas teurer als andere Brennstoffe ist.

Nachteile:

Es wird ein Tank benötigt. Den kann man aber auch vollständig in der Erde verstecken, üblicherweise wird er aber einfach in den Garten gestellt.

Vermieter müssen wie bei Öl und Pellets in Vorleistung gehen und später mit den Mietern abrechnen.

Umwelt: auch Flüssiggas ist ein fossiler Brennstoff. Was das bedeutet, habe ich schon erwähnt. Flüssiggas ist aber nicht wassergefährdend und darf daher auch in Trinkwasserschutzgebieten eingesetzt werden.

Fazit: Flüssiggasheizung hat gegenüber dem Öl den Vorteil, dass es im Haus weniger Platz benötigt und nicht so Wartungsintensiv ist. Allerdings bezahlt man das am Ende auch, denn Flüssiggas war zumindest bei mir noch nie wirklich günstiger als Öl. Flüssiggas ist ein Nebenprodukt der Ölindustrie. Es wird aktuell noch sehr viel einfach an Raffinerien einfach abgefackelt, aber es hängt damit auch am Ölpreis und wo die Prognosen hingehen ist klar.

Anschaffungskosten neu ab 7000 Euro gut gebraucht ab 500 Euro.

Vorteile: die Brennstoffe sind günstig. Hat man einen eigenen Wald, bekommt man es fast umsonst. Aber wer von uns hat schon einen eigenen Wald direkt hinter der Haustür?

Umwelt – zumindest bei Holzvergasern mit richtig abgelagertem Holz ist es eine CO₂-neutrale Sache. Die verbrannten Holzscheiden haben während des Wachstums das CO₂ aufgenommen, was am Ende wieder in die Luft geblasen wird.

Nachteile:

Festbrennstoffe muss man lagern – dafür braucht man viel Platz. Der Wartungs- und Bedienaufwand ist sehr hoch.

Häufiger Besuch vom Schornsteinfeger. Da wird 3x jährlich gereinigt und auch regelmäßig gemessen.

Für Vermieter macht ein Festbrennstoffkessel keinen Sinn. Wie will er den Aufwand seinen Mietern in Rechnung stellen und wer soll eigentlich heizen gehen? Wenn man das mit dem Mieter vereinbart und dieser das will, ist es zwar eine Option, aber die Klientel ist schon recht gering.

Umwelt – Kohle oder Koks ist ein fossiler Brennstoff. Es ist im Vergleich recht günstig und auch in Deutschland zu bekommen. Wer mit Kohle heizt, der kommt schnell auf die Idee auch seinen Müll gleich mit rein zuschmeißen. Der ist ja eh da und heizt zudem gleich mit. Das erzeugt dann aber auch wieder eine ganze Menge Giftstoffe.

Fazit: Festbrennstoffe zu verbrennen, ist aufwändig. Da muss man sich jeden Tag aufrappeln und den Kessel bestücken gehen, und zwar auch dann, wenn man krank ist oder im Urlaub zumindest, wenn es als einzige Heizquelle dient. Der qualmt auch mal und muss regelmäßig gereinigt werden. Es entsteht Asche und die ist dreckig und will auch raus. In Kombination mit einer zusätzlichen Wärmequelle ist es aber eine gute Möglichkeit Brennstoffkosten zu sparen. Aber es macht viel Arbeit. Ich habe zwar auch einen Kombi Kessel, aber wirklich verbrannt habe ich da noch nicht viel drin.

Wärmepumpen sind umgedrehte Kühlschränke. Sie entziehen der Umwelt die Wärme und bringen diese ins Haus. Da gibt es zwei verschiedene Arten. Luftwärmepumpen und Erdwärmepumpen. Luftwärmepumpen entziehen die Wärme aus der Luft und Erdwärmepumpen – na wer weiß es? Wärmepumpen werden gerade sehr hochgelobt. Aber man muss sich das mal sehr genau ansehen. Um der Umgebung Wärme zu entziehen, muss da schon mal erstmal Wärme da sein. Ab einem gewissen Punkt (so bei -5 °C) ist die Wärme so gering, dass eigentlich nur noch elektrisch geheizt wird, weil man der Umwelt keine Wärme mehr entnehmen kann. Aber wann genau brauche ich eigentlich Wärme? Meistens doch dann, wenn es in der Umwelt kalt ist. Genau das ist der große Nachteil von Luftwärmepumpen. Solange es nicht allzu kalt ist, geht die Rechnung auf. Die Erde bleibt eigentlich immer etwas warm, da hat man es dann schon etwas leichter. Aber wenn man ständig Wärme aus dem Boden entnimmt, dann kühlt auch dieser aus. Man kann und sollte daher im Sommer den Boden wieder aufheizen. Daran denken aber aktuell die wenigsten.

Die Wärme, welche man der Umwelt entzieht, ist eher gering. Daher sollte man Wärmepumpen in Heizsystemen benutzen, welche mit möglichst geringen Temperaturen auskommen. Das bedeutet, man braucht idealerweise Flächenheizungen. Diese gibt es sehr bekannt als Fußbodenheizung, man kann aber auch ganze Wände wie den Fußboden zur Heizung machen. Da man dann sehr viel Fläche des Raumes erwärmt, braucht man nur geringe Temperaturen. Da reichen dann auch schon mal 30 - 35 °C. Um das aber sinnvoll zu machen, muss man die Hütte auch entsprechend dämmen. Bei einem Neubau ist das kein Problem. Wenn ich das von Anfang an beachte, dann legt es der Planer direkt passend aus. Aber im Altbau, da ist das leider nicht so einfach. Klar kann man alle Wände mit Dämmung bekleben und alle Fenster und Türen erneuern und ggf. selbst den Keller noch nach dämmen. Aber die Hütten sind dafür nicht gedacht. Da geht sämtlich Luftzirkulation flöten und der Schimmel freut sich auf den neuen Wohnraum. Mal von den Kosten abgesehen, was so eine Dämmaktion kostet. Da macht es vermutlich häufig eher Sinn, das Haus einfach im Ganzen zu ersetzen. Abriss und Neubau ist die Konsequenz.

Vorteile: unabhängig von Öl / Gas und Festbrennstoffen

Kein Brennstoffvorrat

Geringe Wartungskosten, kein Schornstein und kein Schornsteinfeger

Im Neubau eine gute Sache, wenn es von Anfang an mit geplant wird

Nachteile: abhängig vom Energielieferanten.

Im Altbau nur selten nutzbar

Hohe Anschaffungskosten bei Erdwärmepumpen aufgrund Bohrungen

Luftwärmepumpen machen Lärm. Da muss viel, sehr viel Luft durch und dafür braucht man Ventilatoren und bewegte Luft macht einfach Lärm.

Umwelt – die Wärmepumpe wird mit Strom betrieben. Der muss irgendwo herkommen. Dass man üblicherweise dann heizt, wenn wenig Sonne scheint, ist bekannt. Das bedeutet aber auch, dass Solarstrom schon mal ausfällt. Windenergie kann eine gute Sache sein, aber obwohl die Dinger inzwischen überall herumstehen ist einfach zu wenig davon da. Bedenken wir auch gerade den E-Autoboom, dann frage ich mich, wo genau kommt der Strom für meine Wärmepumpe nun also her? Vermutlich wohl aus Gas oder Kohle oder Blockheizkraftwerken und da sind wir auch schon wieder bei fossilen Brennstoffen. Jetzt denkt sich der eine oder andere – na dann packe ich mir Solarmodule auf das Dach – aber die bringen einfach keinen Strom, wenn die Wärmepumpe diesen braucht.

Fazit: im Neubau würde ich auf Erdwärme setzen. In Kombination mit Solarthermie, um über den Sommer den Boden wieder aufzuheizen. Denn viele Erdwärmebohrungen nebeneinander kühlen die Erde auch ab und das kann in wenigen Jahren zu echten Problemen führen. Sollte man ein noch relativ neues Haus, wo also auch schon die Bodenplatte gedämmt ist und überall schon Fußboden oder Wandheizungen installiert sind, da kann man darüber nachdenken auf Wärmepumpe umzustellen. Im Altbau würde ich immer abraten. Es ist einfach nicht sicher, ob man damit effizient im Altbau heizen kann. Der Kosten-Nutzen-Faktor geht aufgrund der Dämmung und des Schimmelrisikos einfach flöten.

Die Stromheizung gibt einfach zu dem Strom direkt zu verheizen. Das ist genau das, was die Wärmepumpe verschweigt.

Vorteil: praktisch keine Wartungskosten

Keine Brennstoffbevorratung

Kann auch direkt in der Steckdose funktionieren, wie bei Ölradiatoren und Heizlüftern. Die sind in der Anschaffung sehr günstig. Da geht es schon bei 30 Euro pro Raum los. Da braucht man dann auch keine Heizkörper oder Rohre. Es gibt auch Stromheizungen als Zentralheizung. Die sind nicht viel anders als Durchlauferhitzer in einem geschossenen System. Da Stromheizungen aus sehr wenigen Teilen bestehen, geht da auch nicht viel kaputt. Die können auch jahrelang ungenutzt in der Ecke stehen und funktionieren dann trotzdem. Das kann sinnvoll sein, wenn man so eine Heizung als Notfallheizung im System mit integriert – praktisch als zweites Heizsystem, sollte mal die Hauptheizung ausfallen, kann man diese einfach zuschalten und das Haus bleibt warm.

Umwelt – ist genauso wie bei Wärmepumpen. Bezieht man seinen Strom aus erneuerbaren Energien, dann ist es doch eigentlich eine tolle Sache.

Nachteil: extrem hohe Stromkosten und das bei unseren Strompreisen in Deutschland, das kann man sich fast wie ein Lagerfeuer aus Geldscheinen vorstellen. Macht auch warm.

Fazit: die Stromheizung auch als Zentralheizung ist eine tolle Sache, wenn man die Stromkosten außer Acht lässt. Leider kann oder besser sollte man das nicht tun und sobald man da genau hinsieht, erkennt man, dass mit Strom heizen wie Geld verbrennen ist. Eigentlich sehr schade – die Technik ist wartungsfrei, langlebig und günstig.

Ist eine Unterart der Stromheizung, mit dem Unterschied, dass die Wärme darin gespeichert werden kann. Man kann also, wenn der Strom günstig ist, die Geräte laden und später die Wärme abfordern. Das funktioniert naturgemäß nur über ein kurzes Intervall, da Wärmeverluste immer vorhanden sind.

Nachtspeicherheizungen wurden zwischenzeitlich sogar einmal verboten. Aktuell wird darüber nachgedacht dieser eigentlich robusten Technik wieder einzuführen und genau dann zu laden, wenn gerade viel überschüssiger erneuerbarer Strom verfügbar ist (Windkraft, Solar).

Fazit: der Gedanke an sich ist nicht schlecht, aber die Nachtspeicherheizung hat aufgrund seiner Vergangenheit einen wirklich schlechten Ruf. Es ist ein ständiges hin und her der Gesetzeslagen. Einst hochgelobt und gefördert, mit speziellen Nachtstromtarifen und im nächsten Moment verboten und wegen der immer weiter steigenden Strompreise zum Geldverbrenner geworden. Das wird vermutlich auch so weitergehen und deshalb ist diese Art der Heizung erstmal nicht zu empfehlen.

Vorteil: geringer Wartungsaufwand

Als Unterstützung für Warmwasser und Heizung durchaus geeignet, aber allein nicht ausreichend

Nachteil: Sinnvoll in Deutschland nur im Frühjahr, Sommer und Herbst

Aufwändige Installation mit Pufferspeicher und damit erhöhtem Platzbedarf

Fazit: Wärme direkt von der Sonne klingt echt toll und funktioniert im Sommer wunderbar, im Frühjahr und im Herbst auch noch ein bissel, aber im Winter praktisch nicht. Blöderweise müssen wir aber im Winter heizen und da holt man aus der Sonne einfach nicht viel raus. Als Heizungsunterstützung zur Warmwasserbereitung kann man es nutzen, aber mir spitzem Stift gerechnet ist die Anschaffung zu teuer im Verhältnis, zu dem, was man spart.

Vorteil: je nach Verhandlungsgeschick kann Fernwärme sehr günstig sein.

Wartungsfrei

Sehr geringer Platzbedarf und Geräuschlos

Nachteil: geringe Verfügbarkeit

Fazit: Nur die wenigsten wohnen in der nahen Ferne von Kraftwerken oder Industrie, wo einfach Wärme als Nebenprodukt anfällt. Aber wenn Sie in der Nähe einer solchen Einrichtung ihr Haus haben, dann ist Fernwärme durchaus eine interessante Option. Sollte bei Ihnen ein Fernwärmenetz vor der Haustür liegen, dann kann ich nur empfehlen, gehen Sie verhandeln.

Funktioniert eigentlich wie Fernwärme. Nur, dass dafür direkt ein Wärmeerzeuger in ihrer näheren Umgebung aufgebaut wird und mehrere Häuser versorgt.

Vorteil: durch die Nutzung mehrerer Heizkessel ist die Ausfallwahrscheinlichkeit sehr gering

Kein Wartungsaufwand, kein Schornstein und geringer Platzbedarf

Keine eigene Brennstoffbevorratung

Nachteil: lange Vertragslaufzeiten mit vorher definierten Wärmebedarf

Man kauft Wärme aus einer zentralen Heizung. Im Wärmepreis sind auch die Anschaffungs- und Betriebskosten enthalten. Daher sind diese oft teurer als eine eigene Heizung.

Umwelt – durch die dennoch langen Wärmeübertragungswege geht Wärme verloren. Dennoch arbeiten die Anlagen recht effizient, weil häufig nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt wird. Der Brennstoff wird dabei besser ausgenutzt, dennoch laufen die Systeme hauptsächlich mit fossilen Brennstoffen.

Fazit: Nahwärme kann Sinn ergeben, aber man muss sich die Verträge genau ansehen und sich auch mal die Mühe machen diese Verträge mal durchzurechnen, was passiert, wenn die genutzten Brennstoffe einfach mal doppelt soviel kosten. Schnell kann man je nach Vertragsgestaltung in eine Kostenfalle rutschen. Sollten die Verträge passen, dann ist Nahwärme eine sinnvolle Alternative zu eigenen Heizsystemen.

Island ist ein schönes Beispiel, wie Geothermie funktionieren kann. Dort versorgen nur 6 Geothermiekraftwerke fast 90 % aller Haushalte mit Wärme. Geothermie ist nichts anderes als Wärme aus der Erde. In der Erde ist es richtig heiß und wenn man tief genug bohrt, kann man das Wasser einfach runterschicken und es kommt warm wieder hoch. In Island ist das recht einfach, da spezielle geologische Verhältnisse die Wärme sehr oberflächennah bereitstellen. Bei uns sollte man da schon mal mindestens 3 km tief bohren, um in sinnvolle Anwendungsbereiche zu kommen. Leider ist in Deutschland das tiefe Bohren gar nicht so einfach. Da kann man nicht mal sagen „ist doch mein Garten, da bohr ich mir ein Loch“, da braucht es ein schwieriges Genehmigungsverfahren und dann braucht man noch die Technik. Außerdem muss man das Bohrloch mit Rohren absichern. Und da wird es bei 3 km schnell sehr teuer.

Vorteile: ist das Loch einmal da hat man praktisch unbegrenzt auf Dauer viel Wärme und Energie und das praktisch kostenfrei

Umwelt – es ist eine Technik, die ohne die Verbrennung auskommt und deshalb wirklich gut für die Umwelt ist. Es verpestet keine Luft und schadet keinem Baum.

Nachteil: aufgrund der hohen Hürden und der fehlenden geeigneten Materialien wird es sehr schnell sehr teuer.

Fazit: Für den Endanwender ist das System mehr Fantasie als Realität, weil die Kosten explodieren und geeignete Rahmenbedingungen im rechtlichen Sinne in Deutschland nicht vorhanden sind. Sollte sich das mal ändern, dann wird dieses System in Verbindung mit Nahwärme mal sehr interessant. Weil ist das Loch einmal da, kostet die Wärme einfach nichts mehr, mal von ein paar Wartungskosten abgesehen. Brennstoffe braucht man nicht und den benötigten Strom bekommt man aus dem heißen Wasser gleich mitgeliefert.

Da gibt es helle Köpfe, die sagen sich, im Sommer ist es richtig warm und im Winter ist es echt kalt. Warum die Wärme aus dem Sommer nicht mit in den Winter nehmen. Kann man eigentlich machen, aber wo und wie soll man die Wärme speichern? Da gibt es verschiedene Ansätze. Zum Teil über Wärmepumpen – wo ich das ja grundsätzlich schon mit empfehle bei Erdwärme diese wieder im Sommer nachzuladen. Aber der Gedanke der Langzeitspeicher ist direkt die Wärme zu speichern. Es gibt da Lösungen mit Paraffinspeichern, riesiger Wasserspeicher, Salzspeicher und Eisspeichern (ist ein spezielles Phänomen, wo beim Übergang vom Eis zu Wasser viel Energie freigesetzt bzw. benötigt wird).

Ich habe das mal in einer ruhigen Minute mit spitzem Stift gerechnet und kann dazu leider nur sagen, dass die Speicher so wahnsinnig groß sein müssen, dass die Kosten der Speicher mit Isolierung und dem ganzen Zubehör so viel kosten, dass man über viele Jahrzehnte Brennstoffe kaufen kann. Verbrennt man das Paraffin einfach, kann man damit so einige Jahrzehnte Jahre heizen, bevor man bei +- null herausgekommen ist. Mal abgesehen davon ist der Platzbedarf enorm. Da braucht man schon ein echt großes Grundstück, um das zu nutzen.

Es gibt da aber auch ein paar praktische Ansätze. Da wurde ein Energiesparhaus um ein Wasserspeicher drumherum gebaut. Die Wärmeverluste sind also im Haus verblieben und das Ganze wurde mit Flächenheizungen nachgeheizt. Ich habe da nicht weiter recherchiert, aber es hat sich nicht durchgesetzt. Das ist aber auch sehr speziell und man muss es mögen um einen Wasserspeicher herum seine Wohnräume anzuordnen.

Umwelt – da man die Wärme mit Kollektoren (siehe Solarthermie) im Sommer sammelt und diese im Winter wieder aus dem Speicher zieht und nicht auf Verbrennung basiert, ist es ein sehr grünes System. Ökologisch gesehen sehr gut.

Fazit: die Idee ist gut, die Umsetzung leider schlecht möglich, sollte mal wirklich eine Materialmischung gefunden werden, wo viel Wärme auf wenig Platz gespeichert und auch wieder entnommen werden kann und am Ende auch noch bezahlbar ist, dann ist das eine interessante Lösung, aber eben aktuell noch Zukunftsmusik

Wasserstoff ist ein interessanter Energieträger, aber leider ist Wasserstoff nicht frei verfügbar. Man muss vorher viel Strom aufwenden, um Wasserstoff zu erzeugen. Der Wirkungsgrad der Elektrolyse liegt bei gerade mal 25 %. Grundsätzlich ist es eine interessante Variante in Verbindung als Langzeitspeicher, da Wasserstoff einmal erzeugt sich relativ einfach speichern lässt. Wenn man also wirklich viel Strom überhat, also echt viel Dachfläche mit Solarmodulen und das Elektroauto vollgeladen ist und dann immer noch Stromüberschuss verfügbar ist, dann könnte man damit einfach Wasserstoff herstellen und speichern. Aber wer so viel Fläche hat, kann auch den Strom einfach ins Netz einspeisen. Das Problem dabei ist, dass es einfach keine Anbieter gibt, welche Wasserstoffspeicher für den Massenmarkt anbieten und deshalb die Investitionskosten einfach zu hoch sind. Auch ist Wasserstoff sehr umstritten, denn wer will schon neben einer Hindenburg leben? Sollte tatsächlich mal ein Leck auftreten, dann wird es sehr schnell sehr gefährlich, weil hochexplosiv.

Fazit: Wasserstoff kann der Energieträger der Zukunft sein, aber genau da ist es schon beschrieben. Für die Zukunft halt, da aktuell der Markt einfach nicht für den Massenmarkt ausgerichtet ist. Auch sollte man erst noch einmal darüber nachdenken, ob man bei 25 % Wirkungsgrad die Energie nicht doch besser nutzen kann.

Heizen? Eine kleine Vergleichstabelle mit aktuellen Daten

Letzte Aktuallisierung 01.07.2022

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